Zubehör

Das Stativ

Ein Stativ gehört zur Grundausrüstung jedes Fotografen, da es in sehr vielen Situationen zum Einsatz kommt. Besonders bei langen Belichtungszeiten oder beim Filmen mit seiner Kamera wird man nur mit der Hand schnell an die Grenzen stoßen. Ein Stativ schafft Abhilfe! Besonders nützlich sind Objektive bei Langzeitbelichtungen. Dabei empfiehlt es sich auch einen Fernauslöser zu kaufen, damit das Bild durch das Auslösen der Kamera nicht verwackelt. Alternativ kann man bei der Kamera aber auch die Selbstauslöserfunktion verwenden.

Das verbreitetste Systemkamera Stativ ist das Dreibeinstativ. Man sollte beim Kauf sehr auf eine gute Verarbeitung achten, denn billige Stative können bei Wind vibrieren oder sich beim aus-/einfahren verhaken. Außerdem spielt für manche Fotografen die Minimal-/Maximalhöhe des Stativs eine wichtige Rolle (z. B. bei der Makrofotografie). Die wahrscheinlich wichtigsten Kriterien sind aber Größe und Gewicht. Wer oft im Freien mit der Kamera unterwegs ist oder Bergtouren unternimmt, ist für jedes Gramm weniger dankbar. Daher sollte dies maßgeblich in die Wahl des Systemkamera Stativs einfließen.

Die Alternative zum Klassiker: ein Klemmstativ (Gorillapod). Diese haben zwar eine deutlich geringere Maximalhöhe als Dreibeinstative, dafür sind die Beine des Stativs biegsam und lassen sich somit auf Zäunen oder Pfosten befestigen. Der größte Vorteil ist das kleine Gewicht, was das Transportieren des Systemkamera Stativs auch auf langen Strecken leicht macht. Aber Vorsicht: Die maximale Belastbarkeit ist bei manchen Klemmstativen (Gorillapods) besonders gering, weshalb man diese vor dem Kauf noch einmal überprüfen sollte.


Stativ

Beliebte Stative im Vergleich

Preis

Gewicht

Maximale Tragefähigkeit

Mindeshöhe

Maximale Höhe

Rollei C4i

Dreibeinstativ

1,325 kg

8kg

17,5cm

145cm

Sirui ET-2004/E-20

Dreibeinstativ

1,65 kg

12kg

14cm

144cm

Joby GP3-BHEN

Gorillapod

399 g

3kg

Bessere Fotos mit Filtern – Graufilter, Polarisationsfilter

Graufilter und Polarisationsfilter werden vor allem in der Landschaftsfotografie häufig eingesetzt. Vor dem Kauf sollte man unbedingt überprüfen, ob der Filter auch auf das Objektiv passt. Wenn man mehrere Objektive hat und nicht für jedes einen neuen Filter kaufen möchte, bietet sich auch ein Filterhalter mit Einschubfiltern an. Dieses ist meist etwas teurer, zahlt sich aber schon bei zwei Objektiven aus.

Filterhalter & EinschubfilterSchraubfilter

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Der Graufilter (auch ND-Filter bezeichnet) wird zum Abdunkeln des Bildes verwendet und findet bei Langzeitbelichtung Verwendung. Da tagsüber das Licht meist zu hell ist, um mehrere Sekunden belichten zu können, führt kein Weg an einem ND-Filter vorbei. Nicht alle Graufilter sind gleich stark. Daher wird, um sie vergleichen zu können, immer der Verlängerungsfaktor angegeben. Dieser Wert verhält sich linear zur Belichtungszeit. ND2 würde daher heißen, dass wir doppelt so lange belichten könnten, ND10 – 10-mal so lange, ND500 – 500-mal so lange. Wenn man sich nicht sicher ist, für welche Stärke am geeignetsten ist, kann man auch einen verstellbaren Filter kaufen.

Graufilter gibt es schon unter 10 € zu kaufen. Davon ist aber stark abzuraten. Der Grund ist, dass schlechte Filter möglicherweise einen Farbstich haben, der als lila Schimmer auf den Fotos zu sehen ist.

Der Verlaufsfilter dient, wie der Graufilter, zur Abdunkelung des Bildes. Der Unterschied besteht darin, dass der Filter von dunkel nach hell verläuft, wodurch das Bild partiell abgedunkelt wird. Verwendung findet dieser Filter vor allem bei Gegenlichtaufnahmen (Sonnenuntergang) um den Himmel abzudunkeln. Auch wenn man sein Bild nachbearbeiten möchte, sollte man die Wichtigkeit dieses Filters nicht unterschätzen, ausgebrannte (=komplett weiße) Stellen in der Nachbearbeitung nicht wiederhergestellt werden können.

Der Polarisationsfilter (kurz auch Polfilter) ist ein Effektfilter. Ein Teil des einfallenden Lichts wird blockiert, sodass dieser das Bild etwas verdunkelt. Der eigentliche Zweck ist aber das Filtern von Spiegelungen, beispielsweise auf Wasseroberflächen oder Glasscheiben. Darüber hinaus findet der Polfilter auch beim Fotografieren des Himmels Verwendung, da er diesen in einem kraftvollen dunkelblau erscheinen lässt. Auch hier gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, weshalb man beim Kauf nicht sparen sollte.

Lass die Finger vom integrierten Blitz!

Viele Anfänger neigen dazu, den in der Systemkamera eingebauten Blitz sehr oft zu verwenden. Allerdings sind die eingebauten Blitzgeräte nicht annähernd so gut wie ein deutlich größerer, externer Blitz. Profikameras haben daher auch oft gar keinen Blitz eingebaut. Das ist aber kein Problem, wenn man ein externes Blitzgerät für seine Systemkamera besitzt. Gute Blitzgeräte gibt es schon ab 30 Euro. Das lohnt sich sicherlich, wenn man vorhat, den Blitz beim Fotografieren zu nutzen. Außerdem kann man den Blitz an eine andere Position stellen und ihn mithilfe eines Fernauslösers nutzen. Dieses sogenannte „entfesselte Blitzen“ ist ein weiterer Schritt in Richtung Profi.

Aufsteckmikrofone für die Systemkamera


Systemkameras eigenen sich für das Filmen ausgesprochen gut, der einzige Schwachpunkt: die Tonqualität. Wenn man wirklich professionelle Videos aufnehmen will, oder eine gute Audioqualität für seinen YouTube Kanal haben möchte, solltest man sich den Kauf eines externen Mikrofons für die Systemkamera überlegen. Wenn man im Freien und bei Wind Filmen möchte, ist auch ein guter Popschutz von Bedeutung.

Vor dem Kauf sollte man aber sicherstellen, dass die Systemkamera einen Eingang für das Mikrofon hat. Günstige Kameras haben diesen oft nicht eingebaut. Es bieten sich zwar Adapter an, die jedoch sehr teuer sind. Daher sollte man vor dem Kauf einer Systemkamera überlegen, ob, man ein externes Mikrofon verwenden möchte und gegeben Falles eine geeignete Kamera kaufen.