Systemkamera Objektiv

Die meisten Profifotografen würden wahrscheinlich behaupten, dass das Objektiv wichtiger als die Kamera ist. Folglich ist die Auswahl der Objektive riesig, die Preisunterschiede ebenso. Wir wollen Ihnen auf dieser Seite helfen das passende Objektiv für Ihre Ansprüche zu finden.

Wozu brauch man ein Objektiv?

Die wichtigste Funktion des Objektivs ist das Einfangen und Bündeln des Lichtes. Ohne eines Objektives würden die Bilder der Systemkamera sehr unscharf aussehen und nicht den passenden Bildausschnitt zeigen. Eine weitere Funktion ist das Zoomen. Diese ermöglicht auch kleine Objekte aus der Ferne, ohne einen Qualitätsverlust, groß darzustellen. Außerdem kann man mithilfe eines Objektivs auch die Blendenöffnung variieren. Eine kleine Blendenzahl (z. B. f/1.8)  ermöglicht eine sehr starke Tiefenunschärfe, wodurch man das Motiv von dem Hintergrund abheben kann. Umgekehrt sind bei einer hohen Blendenzahl (z. B. f/11) alle Bereiche im Bild relativ scharf. Ein weiterer Effekt, der mit einer hohen Blendenzahl erzeugt werden kann, sind Sonnensterne. Diese sehen meist nur bei teuren Objektiven wirklich gut aus. Mehr dazu finden Sie beim Thema >> Blendenöffnung, ISO und Belichtungszeit <<

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WeitwinkelobjektivePortraitobjektiveMakroobjektiveTeleobjektive

Systemkamera Objektiv – welche gibt es?

Im Internet findet man jede Menge unterschiedliche Objektive: Ultraweitwinkel-, Weitwinkel-, Fischaugen-, Porträt-, Makro-, Teleobjektive. Da kann es schnell passieren, dass man dabei den Überblick verliert. Deshalb finden Sie hier alle wichtigen Unterscheidungsmerkmale.

Der markanteste Unterschied ist die Brennweite. Unterschiedliche Objektive können unterschiedlich weit zoomen. So können Teleobjektive weit entfernte Motive sehr groß darstellen, während Weitwinkelobjektive durch deren großen Bildwinkel mehr Landschaft auf einem Bild zeigen, im Gegenzug natürlich wesentlich kleiner. Objektive mit einer Festbrennweite unterscheiden sich zu „normalen“ Objektiven dadurch, dass man mit diesen nicht zoomen kann. Dafür sind sie oft günstiger oder/und haben eine bessere Qualität.

Ein anderes Unterscheidungsmerkmal ist die minimale/maximale Blendenöffnung. Außerdem sind teure Objektive natürlich auch qualitativ sehr gut. Dies merkt man den Fotos sehr wahrscheinlich an.

Das Weitwinkelobjektiv hat eine sehr kurze Brennweite (ca. 17-70 mm). Das heißt, dass sehr viel auf dem Bild zu sehen ist. Daher wird dieses Objektiv sehr gerne in der Landschaftsfotografie eingesetzt. Im Gegensatz zu dem Fisheye verzerrt diese Linse die Umgebung nur leicht. Neben der Landschaftsfotografie wird dieses Objektiv auch bei Architekturfotografie und bei Umgebungsporträts verwendet.

Bei einem Ultraweitwinkelobjektiv wird noch mehr auf dem Bild abgebildet. In vielen Fällen merkt man aber auch eine leichte Verzerrung des Bildes. Zum Einsatz kommt dieses Objektiv meist bei der Landschaftsfotografie.

Das Fischaugenobjektiv (engl. Fisheye objektiv) besitzt einen sehr großen Bildwinkel (ca. 180°, teilweise sogar noch mehr). Die Bilder sind dafür sehr stark verzerrt. Der Vorteil dieses Objektivs ist, dass ein sehr großer Teil der Umgebung auf dem Bild zu sehen ist. Dieses Objektiv wird oft bei Überwachungskameras verwendet. Manche Fotografen verwenden es in der Landschaftsfotografie.

Porträtobjektive wirken beim Fotografieren von Menschen in einer Entfernung von ca. 2 Metern besonders natürlich. Meist sind diese Objektive auch sehr lichtstark, wodurch man auch bei wenig Licht gute Bilder mit wenig ISO-Rauschen machen kann. Diese Linsen haben oft eine große Tiefenunschärfe, wodurch man Personen sehr gut freistellen kann. Wie der Name schon vermuten lässt, werden diese Objektive meist bei Porträts eingesetzt.

Das Makroobjektiv findet vor allem beim Fotografieren von Pflanzen, Insekten und kleinen Tieren Verwendung. Das Objektiv glänzt durch die hervorragende Schärfe, womit man jedes Detail genau erkennen kann. Die Tiefenunschärfe ist sehr groß, was den Hintergrund komplett verschwimmen lässt. Das hebt das Motiv sehr schön von dem Hintergrund ab, kann aber auch „gefährlich“ sein, wenn der Fokus nicht ganz stimmt. Man sollte daher beim Kauf des Objektivs auch auf einen guten Autofokus achten. Diese Linsen haben eine Brennweite zwischen ungefähr 50 mm und 150 mm (je nach Einsatzgebiet).

Ein Teleobjektiv hat eine besonders große Brennweite (100 mm aufwärts). Daher kommt es auch in der Tierfotografie (z. B. Vögel) und auf Safari-Reisen gerne zum Einsatz. Durch die starke Vergrößerung verschwimmt auch der Hintergrund und das Motiv wird freigestellt. Beim Kauf eines solchen Objektivs sollte man auf einen schnellen Autofokus achten. Neben der Tierfotografie wird diese Linse auch bei Porträts, aus einigen Metern Entfernung, eingesetzt. Wirklich gute Teleobjektive sind oft sehr teuer, aber für Tierfotografen ist es das Geld wert!

Was muss man beim Objektivkauf beachten?

Gute Objektive sind kein Schnäppchen! Daher sollte man sich vor dem Kauf gut überlegen, welche Objektive man wirklich braucht. Die meisten Fotografen spezialisieren sich auf ein Themengebiet und haben dafür auch eine gute Ausrüstung. Das spart nicht nur Geld, sondern die Bilder werden auch in kurzer Zeit durch die gewonnene Erfahrung deutlich besser.

Beim Objektivkauf sind natürlich auch das Gewicht und die Große wichtige Punkte. Fotografen, die viel draußen fotografieren, sollten sich eher kleine und leichte Objektive kaufen. Dann macht das Fotografieren auch mehr Spaß!

Ein weiterer Tipp ist auch die Kundenbewertungen durchzulesen. Dort stehen oft wichtige nützliche Informationen zu dem jeweiligen Artikel.

Zuletzt muss das Objektiv auf Ihre Kamera passen! Um herauszufinden, ob das Objektiv passt, kann man einfach den Anschluss der Kamera mit dem Anschluss des Objektivs vergleichen. Falls Sie Ihre Kamera wechseln möchten und die neue Kamera einen anderen Anschluss hat, kann man versuchen, einen Adapter zu verwenden. Aber auch das geht nicht immer! Manche Objektive sind nur für einen kleineren Sensor ausgelegt. Wenn man dann eine Systemkamera mit Vollformatsensor kaufen, passen die Objektive möglicherweise nicht!

Weitere Informationen: Systemkamera Vergleich
Objektiv Vergleich

 Wie viel sollte man für ein gutes Objektiv ausgeben?

Wie schon in der Einleitung erwähnt sind Objektive mindestens so wichtig wie die Kamera. Wenn Sie also ein kleines Budget haben, sollten Sie lieber in gute Objektive investieren, statt in eine gute Systemkamera. Daher empfiehlt es sich, neben dem Kitobjektiv der Systemkamera weitere Objektive zu Kaufen. Wer mit billigen Objektiven fotografiert, kann genauso gut auch seine Handykamera verwenden.

Die Nachteile eins schlechten Objektivs

Ein Nachteil ist der langsame und ungenaue Autofokus billiger Objektive. Für Fotografen, die schnelle Bewegungen einfangen wollen, ist ein solches Objektiv nicht geeignet. Darüber hinaus haben schlechte Objektive oft auch eine starke chromatische Aberration, Vignettierung und Unschärfe (vor allem an den Rändern), was die Bildqualität deutlich verschlechtert. Außerdem stellen diese Objektive (vor allem nahe) Objekte verzerrt dar. Schlechte Linsen sind auch eine Gefahr für die Kamera. Schlecht verarbeitete Objektive lassen möglicherweise Schmutz durch, der sich dann auf dem Sensor der Kamera ablegt und Sensorflecken können dadurch entstehen.

Oft erkennt man unzureichende Objektive auch an einem unschönen Bokeh oder an Sonnensternen.

Vorteile von teuren Objektiven

Beim Vergleichen von Bildern mit guten und schlechten Objektiven stellt man einen großen Unterschied fest. Nicht umsonst gibt es auch Objektive um den Preis eines Oberklassewagens. Teure Objektive glänzen oft durch eine ausgezeichnete Schärfe, nahezu keine chromatische Aberration oder Vignettierung sowie keine Verzerrung.

Außerdem verfügen gute Objektive oft auch über weitere Hilfen wie einen Bildstabilisator, der das Filmen mit der Systemkamera um einiges erleichtert.

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So kann man trotzdem sparen

Um Geld zu sparen, bieten sich Objektive mit einer Festbrennweite an. Diese lassen zwar kein Zoomen zu, haben dafür aber einen akzeptablen Preis und trotzdem eine gute Qualität. Eine weitere Sparmöglichkeit ist der Verzicht auf den Autofokus. Vor allem in der Landschaftsfotografie fokussiert man ohnehin oft manuell. Eventuell kann man hier auf den Autofokus verzichten.

Geld kann man auch sparen, indem man unnötige Schäden (Kratzer) vermeidet. Daher sollte man auf jedes hochwertige Objektiv ein Schutzglas schrauben. Sollten dann Kratzer entstehen kann, man problemlos das Schutzglas auswechseln und muss kein neues Objektiv kaufen. Ein Schutzglas kann außerdem auch den Verkaufspreis, falls man das Objektiv irgendwann wieder hergeben möchte, ungemein steigern.

Weniger Geld ausgeben geht auch mithilfe eines Umkehrrings oder eines Konverters. Mit deren Hilfe kann aus einem Standardobjektiv um nur wenige Euro ein Makroobjektiv oder ein Weitwinkelobjektiv werden. Trotzdem sind „richtige“ Objektive natürlich besser. Neben der Qualität geht nämlich oft bei einem Umkehrring auch der Autofokus der Systemkamera verloren.

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