Langzeitbelichtung

Was ist Langzeitbelichtung und funktioniert sie?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Langzeitbelichtung schlichtweg um besonders lange Belichtungszeiten (grob gesagt über 0,5s). Als Erstes sollte man die Kamera in den Tv(S) Modus (Blendenautomatik) stellen. Nun kann man die Belichtungszeit beispielsweise auf 3 Sekunden stellen und anschließend ein Foto machen. So einfach ist es!

Wann wird Langzeitbelichtung angewendet?

Die Langzeitbelichtung wird meist bei sich bewegenden Objekten eingesetzt. Das klassische Beispiel ist das Wasser. Durch längere Belichtungszeiten kann man das Wasser glatt ziehen. Das gibt einen unvergleichlichen Effekt beim Fotografieren am Meer, an Seen oder auch an Wasserfällen.

Langzeitbelichtung Systemkamera

Ein anderes Anwendungsbeispiel sind Autos bei Nacht. Die roten Rücklichter in Staus ergeben oftmals wunderschöne Bilder.

Viele Landschaftsfotografen nutzen Langzeitbelichtung auch bei den Wolken. Man sieht dadurch Ihre Laufbahn. Das kann das Bild sehr aufwerten. Dabei muss aber die Belichtungszeit besonders lange sein. Unter 30 Sekunden merkt man selten einen starken Effekt.

Was sind die Schwierigkeiten bei Langzeitbelichtung mit Systemkameras?

Die größte Schwierigkeit bei der Langzeitbelichtung ist, dass das Bild tagsüber zu hell ist. Langzeitbelichtung ist ohne Filter daher eher nur in der Nacht möglich. Allerdings schafft der Graufilter (auch ND-Filter genannt) Abhilfe. Diese dunkeln das Bild ab, wodurch auch bei hellem Licht Langzeitbelichtung möglich ist. Eine andere Möglichkeit um das Bild abzudunkeln ist das Hochstellen der Blendenzahl. Eine gute Lösung ist das allerdings nicht, da (vor allem billige) Objektive bei einer zu hohen Blendenzahl einen sehr starken Qualitätsverlust haben.

Die zweite Herausforderung ist, dass das Bild nicht verwackelt. Um dem entgegenzuwirken, muss man die Kamera abstellen, am besten eignet sich dazu ein Stativ.

Langzeitbelichtung LangzeitbelichtungSterneMeerWolken, LangzeitbelichtungWasserfall

RAW oder JPEG?

In diesem Artikel wollen wir dieser Frage auf den Grund gehen. Zunächst aber einmal: Was ist RAW überhaupt? RAW heißt auf Deutsch „roh“, womit unverarbeitet gemeint ist. Im Gegensatz zu JPEG Bildern werden diese nicht in dem Bildprozessor der Systemkamera optimiert und anschließend komprimiert. Klingt zunächst nach einem Nachteil, ist es aber nicht unbedingt. Denn RAW Dateien enthalten im Gegenzug alle Bildinformationen. Dadurch kann man RAW Dateien viel besser in Programmen wie Lightroom nachbearbeiten. Einziger Nachteil vor RAW: Die Dateien sind um einiges größer.

Die Antwort auf die Frage ist also einfach. Wenn man seine Bilder anschließend in einer Bearbeitungssoftware optimieren möchte, sollte man RAW verwenden, da diese mehr Informationen enthalten. Anderenfalls ist JPEG die richtige Wahl.

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